Polizisten begleiten einen straffällig gewordenen Asylbewerber aus Tunesien. Der Tunesier soll am gleichen Tag seinen Rückflug von Leipzig in sein Herkunftsland antreten.
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Das Bundes-Land Sachsen will jetzt mehr straffällige Asyl-Bewerber abschieben

Polizisten begleiten einen straffällig gewordenen Asylbewerber aus Tunesien. Der Tunesier soll am gleichen Tag seinen Rückflug von Leipzig in sein Herkunftsland antreten.
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In den letzten Wochen hat es Straftaten
von Asyl-Bewerbern gegeben.
Und oft sind es ausreise-pflichtige Asyl-Bewerber.
Das bedeutet:
Sie dürfen nicht in Deutschland bleiben.
Sie hätten schon längst abgeschoben werden müssen.
Das hat das Bundes-Land Sachsen jetzt gemacht.
Es hat viele ausreise-pflichtige Asyl-Bewerber aus-geflogen.
Zum Beispiel:
    • 65 Asyl-Bewerber wurden in das Land Georgien gebracht.
    • 17 wurden in das Land Tunesien gebracht.
    • 34 wurden in die Länder Kosovo und Albanien gebracht.
Und 65 Asyl-Bewerber sollen auch noch
in ein anderes Land gebracht werden.

Andreas Kunze-Gubsch ist Sprecher vom Innen-Ministerium in Sachsen
Er hat dazu gesagt:
Das hat Sachsen nicht nur gemacht,
weil in Chemnitz ein Deutscher getötet wurde.
Von 2 Asyl-Bewerbern.

Aber das war auch ein Grund:
Dass es jetzt so schnell geht.
Es gibt noch eine Liste.
Darauf stehen die Namen von noch mehr Asyl-Bewerbern.
Sie sollen auch noch abgeschoben werden.

5 Polizisten bewachen jeden Straftäter

Viele abgeschobene Asyl-Bewerber sind Straftäter.
Sie müssen bei der Abschiebung besonders bewacht werden.
Deshalb können sie oft nicht
mit anderen Flug-Gästen zusammen fliegen.
Und die Flug-Gesellschaft muss erlauben:
Dass die Asyl-Bewerber mitfliegen.

Andreas Kunze-Gubsch sagt weiter:
Im Flugzeug sitzen oft Straftäter.
Manchmal haben sie mehrere Straftaten gemacht.
Die Straftäter müssen besonders bewacht werden.
Dafür brauchen wir viele Polizisten.
Damit es nicht gefährlich für die Flug-Mannschaft wird.
Sachsen braucht Hilfe von der Bundes-Regierung.
Damit es alle straffälligen Asyl-Bewerber abschieben kann.

Über dieses Thema berichtet der MDR auch in schwerer Sprache: MDR AKTUELL RADIO | 13. September 2018 | 07:09 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 14. September 2018, 17:00 Uhr