MDR AKTUELL - Meldungen um 22:30 Uhr


US-Sonderermittler Mueller legt Abschlussbericht vor

In den USA hat das Justizministerium den Abschlussbericht zur Russland-Affäre veröffentlicht. Sonderermittler Mueller hat nach eigenen Angaben zahlreiche Kontakte zwischen dem Wahlkampfteam von US-Präsident Trump und russischen Vertretern identifiziert. Sie reichten aber nicht, um eine Straftat zu beweisen. So geht es aus dem teils geschwärzten Bericht hervor. Darin steht auch, dass Trump sich bemüht habe, Einfluss auf die Russland-Ermittlungen zu nehmen. So habe der Präsident versucht, Mueller als Sonderermittler abzuziehen. Außerdem habe er heikle Informationen über ein Treffen seines Sohnes mit einer russischen Anwältin zurückhalten wollen. Mueller hatte fast zwei Jahre lang untersucht, ob Trumps Wahlkampfteam sich 2016 mit Russland abgestimmt hat und ob der Präsident die Justiz behinderte.


EU verlangt Abschaffung der Todesstrafe von Brunei

Das Europaparlament hat das Sultanat Brunei aufgefordert, die Todesstrafe für Homosexuelle wieder abzuschaffen. In einer am Nachmittag gefassten Entschließung heißt es, insgesamt müsse das Strafrecht auf Grundlage der islamischen Scharia aufgehoben werden. Zugleich forderte das Parlament den diplomatischen Dienst der EU auf, Sanktionen gegen Brunei zu prüfen. Im Gespräch sind zum Beispiel das Einfrieren von Guthaben in der EU sowie Visaverbote. Brunei hatte die neuen Gesetze Anfang April eingeführt. Neben der Todesstrafe für Räuber, Vergewaltiger und homosexuelle Männer sehen sie auch vor, Dieben eine Hand zu amputieren. Wiederholungstätern soll zusätzlich ein Bein abgenommen werden.


UN fordern, Angehörige von IS-Kämpfern zurückzunehmen

Die Vereinten Nationen haben ihre Mitglieder aufgerufen, Frauen und Kinder ehemaliger Kämpfer der Terrormiliz IS wieder bei sich aufzunehmen. Der UN-Hilfskoordinator für Syrien, Moumtzis, sagte, die Länder hätten eine Verantwortung ihren Staatsangehörigen gegenüber. Sie müssten alles tun, um die Strafverfolgung, Rehabilitierung und Reintegration zu ermöglichen. Außerdem seien derzeit Tausende Kinder früherer IS-Kämpfer in einem Lager in Syrien untergebracht. Die Bedingungen dort seien schrecklich. Nach Angaben der UN sind schon auf dem Weg zu dem Lager 211 Kinder unter fünf Jahren gestorben.


Schloß Hubertusburg soll dauerhaft Kunstzentrum werden

Sachsen will das Jagdschloss Hubertusburg in Wermsdorf dauerhaft kulturell nutzen. Finanzminister Haß sagte, die Landesregierung arbeite an einem langfristigen Konzept für ein Kunst- und Kulturzentrum. Im Gespräch sei unter anderem ein Schaudepot der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Ende April öffnet auf Hubertusburg eine Sonderausstellung zum Rokoko als Blütezeit Sachsens. Gezeigt werden mehr als 100 Exponate aus den Kunstsammlungen Dresden sowie Sound- und Videoinstallationen. Sachsen hat laut Haß seit 1990 rund 95 Millionen Euro in das Schloss investiert.


Sachsen-Anhalter leihen immer öfter Bücher online

In Sachsen-Anhalt leihen immer mehr Menschen Bücher aus Bibliotheken online aus. Wie das Landesverwaltungsamt mitteilte, liehen im vergangenen Jahr etwa 11.000 Menschen ein Buch übers Internet aus. Bei der Einführung der sogenannten "Onleihe" 2013 seien es noch halb so viele gewesen. Behördenchef Pleye erklärte, Bibliotheken müssten neue Wege gehen, um Nutzer zu halten und neue hinzuzugewinnen. Künftig sei wichtig, Angebote für Kinder und Jugendliche in den Mittelpunkt zu stellen.

Zuletzt aktualisiert: 18. April 2019, 22:43 Uhr