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Iran bestellt britischen Botschafter ein

Im Zusammenhang mit den Angriffen auf zwei Tanker hat das iranische Außenministerium den britischen Botschafter einbestellt. Die Nachrichtenagentur IRNA berichtet, bei dem Gespräch in Teheran sei die anti-iranische Position der britischen Regierung auf das Schärfste kritisiert worden. Sie sei inakzeptabel. Nach den USA hat auch Großbritanien den Iran für die Angriffe verantwortlich gemacht. Der britische Außenminister Hunt sagte, Teheran stecke mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit dahinter. Teheran weist die Vorwürfe zurück. Am Donnerstag waren im Golf von Oman zwei Tanker durch Explosionen beschädigt worden.


Autobahnchef kündigt Netz-Ausbau an

Das deutsche Autobahnnetz soll in den kommenden Jahren verstärkt saniert und ausgebaut werden. Das kündigte der Chef der Bundes-Autobahngesellschaft, Krenz, in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" an. Krenz sagte, man habe viele Jahre zu wenig investiert. Das hole man jetzt nach. Dafür stehe deutlich mehr Geld zur Verfügung als früher. Ziel seien weniger Schlaglöcher, schnellere Bauarbeiten und saubere Parkplätze. Außerdem sei geplant, einige Streckenabschnitte auf sechs bis acht Fahrstreifen auszubauen. Dadurch ließen sich Staus vermeiden. Die Bundes-Autobahngesellschaft wurde im vergangenen Jahr gegründet und übernimmt die Unterhaltung der Autobahnen von den Ländern.


Maaßen sorgt mit AfD-Äußerungen für Unmut

Der frühere Chef des Verfassungsschutzes, Maaßen, hat mit Äußerungen über mögliche Koalitionen zwischen CDU und AfD für Unmut gesorgt. Kritisch äußerte sich unter anderem die schleswig-holsteinische Bildungsministerin und CDU-Politikerin Prien. Mit Maaßen und der Werteunion seien die eigentlichen CDU-Zerstörer am Werk. Sie seien durch nichts legitimiert und hätten nichts Gutes im Sinn. Der stellvertretende Vorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft, Bäumler, sagte dem Handelsblatt, Maaßen betreibe Wahlwerbung für die AfD. SPD-Bundesvize Stegner meinte, wenn Konservative mit Rechtsradikalen paktierten, werde es für Deutschland gefährlich. - Maaßen wollte in einem Interview mit dem Deutschlandfunk künftige Koalitionen zwischen CDU und AfD nicht ausschließen. Maaßen gehört der Werteunion an - einem Zusammenschluss konservativer CDU-Mitglieder.


Indien erhöht Zölle für US-Produkte

Im Handelsstreit mit den USA erhebt Indien nun höhere Zölle. Wie die Regierung mitteilte, gelten ab heute höhere Zölle für 28 US-Produkte - darunter Mandeln, Walnüsse und Äpfel. US-Präsident Trump hatte Indien wiederholt für hohe Importzölle kritisiert. Anfang Juni strich er dem Land dann bislang geltende Sondervergünstigungen im Handel. Konkret geht es um 5,6 Milliarden Dollar. Die Vergeltung der Inder könnte die Vereinigten Staaten hart treffen. Das asiatische Land ist mit Abstand der größte ausländische Käufer von amerikanischen Mandeln. Im vergangenen Jahr zahlte es allein dafür etwa 543 Millionen Dollar. Gleichzeitig ist Indien der zweitgrößte Abnehmer von Äpfeln aus den USA.


Angriffe auf Flughäfen in Saudi-Arabien

In Saudi-Arabien sind zwei Flughäfen mit Drohnen angegriffen worden. Nach einem Fernsehbericht sind dafür die jemenitischen Huthi-Rebellen verantwortlich. Die Flughäfen hätten ihren Betrieb einstellen müssen. Über Verletzte ist bisher nichts bekannt. Dem Bericht zufolge konnte das saudi-arabischen Militär eine Rakete über einer Stadt im Südwesten des Landes abfangen. Im Jemen fliegt die von Saudi-Arabien geführte Koalition regelmäßig Angriffe gegen Huthi-Rebellen .

Zuletzt aktualisiert: 16. Juni 2019, 00:43 Uhr