Nachrichten Osteuropa Politik - MDR AKTUELL

Osteuropa - Politik

1996 Boris Berezovsky und Vladimir Gusinsky
Der 1946 geborene Boris Beresowski (links), Doktor der Mathematik, arbeitete zu Sowjetzeiten in den edelsten Forschungsinstituten des Landes. Als die UdSSR zerfiel und der Rubel von einer Krise in die nächste taumelte, entschloss sich Beresowski, in die Privatwirtschaft zu wechseln. Er verdiente Millionen mit ebenso gewagten wie gewitzten Transaktionen und stieg binnen kurzen zum reichsten Mann Russlands auf. Er verstand sich bestens mit Boris Jelzin und zunächst auch mit Wladimir Putin. 2000 aber kühlte das Verhältnis ab und Beresowski entschloss sich vorsichtshalber, Russland zu verlassen. Nach wechselnden Aufenthalten in verschiedenen Ländern ließ er sich schließlich in London nieder. 2013 wurde Boris Beresowski stranguliert in seinem englischen Schloss gefunden. Die Behörden gingen von Selbstmord aus. Später wurden Zweifel an dieser Version laut. 2015 verkündete die britische Steuerbehörde, dass Beresowski dem britischen Staat 46 Millionen Pfund Steuern geschuldet habe. Bildrechte: IMAGO