China, Xiangshui: Dieses von Xinhua zur Verfügung gestellten Foto zeigt beschädigte Gebäude nach einer Explosion in einem Chemiepark.
Der zerstörte Chemiepark nach der Explosion. Bildrechte: dpa

Katastrophe in Chemiefabrik Dutzende Tote nach Explosion in China

Im Osten Chinas hat es eine Explosion in einem Chemiewerk gegeben. Das Unglück sorgte in einem Umfeld von mehreren Kilometern für Verwüstungen.

China, Xiangshui: Dieses von Xinhua zur Verfügung gestellten Foto zeigt beschädigte Gebäude nach einer Explosion in einem Chemiepark.
Der zerstörte Chemiepark nach der Explosion. Bildrechte: dpa

Nach einer schweren Explosion in einem Chemiepark im Osten Chinas sind laut Behördenangaben 47 Menschen ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich bereits am Donnerstag in der Stadt Yancheng. Unmittelbar danach meldeten die Behörden noch sechs Tote. Laut aktuellen Angaben der Lokalregierung wurden 90 weitere Menschen schwer verletzt, viele befinden sich demnach in einem kritischen Zustand.

Zerstörung in kilometerweitem Umkreis

Zahlreiche Autos, Wohnhäuser und andere Gebäude seien durch die Wucht der Explosion teilweise noch einige Kilometer entfernt von der Unglücksstelle beschädigt worden, teilten die Behörden mit. Rettungskräfte brachten Tausende Arbeiter und Bewohner umliegender Dörfer in Sicherheit. 640 Menschen zogen sich nach Behördenangaben Schnittwunden und andere Verletzungen zu und begaben sich zur Behandlung in Krankenhäuser.

Nach ersten Berichten wurde die Explosion durch ein Feuer in einer Chemiefabrik ausgelöst. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, wurden dort hauptsächlich Pestizide hergestellt.

Explosion bereits 2015

Die Explosion weckt Erinnerungen an eine verherrendes Katastrophe im Jahr 2015. Damals waren bei einer gewaltigen Explosion im Chemiehafen der Metropole Tianjin 173 Menschen getötet worden. Chinas Regierung hatte danach angekündigt, die Chemielager und Fabriken des Landes auf Sicherheitsrisiken prüfen zu wollen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 22. März 2019 | 05:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 22. März 2019, 07:27 Uhr