Autos stehen auf der Autobahn an der abgesperrten Unfallstelle von einem verunglückten Bus.
Nach dem Busunglück auf der A9 am Sonntag ermittelt nun die Staatsanwaltschaft. (Archivbild) Bildrechte: dpa

Busfahrer noch nicht vernommen Busunfall auf A9: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung

Die Staatsanwaltschaft hat nach dem Busunglück auf der A9 bei Bad Dürrenberg die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Gegen den Busfahrer wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Er konnte noch nicht befragt werden. Noch immer ist die Identität einer Frau unklar, die bei dem Unfall ums Leben kam.

Autos stehen auf der Autobahn an der abgesperrten Unfallstelle von einem verunglückten Bus.
Nach dem Busunglück auf der A9 am Sonntag ermittelt nun die Staatsanwaltschaft. (Archivbild) Bildrechte: dpa

Nach dem schweren Reisebusunfall auf der Autobahn 9 bei Bad Dürrenberg im Saalekreis ermittelt die Staatsanwaltschaft nun wegen fahrlässiger Tötung. Es bestehe der Anfangsverdacht, dass der 59-jährige Busfahrer den Unfall fahrlässig verursacht habe, teilte die Staatsanwaltschaft Leipzig am Dienstag mit.

Die Staatsanwaltschaft hat einen Sachverständigen für Kraftfahrzeuge beauftragt, zu prüfen, ob eine technische Ursache zu dem Unfall geführt hat. Mit dem schwer verletzten Busfahrer konnten die Ermittler noch nicht sprechen. Er ist laut Polizei weiterhin nicht ansprechbar.

Flixbus: Busfahrer hat Lenk- und Ruhezeiten eingehalten

Bei dem verunglückten Bus handelte es sich um ein Fahrzeug des Unternehmens Flixbus. Flixbus teilte MDR SACHSEN-ANHALT am Dienstag auf Anfrage mit, dass die Auswertung des Tachographen und interner GPS-Daten durch die Polizei ergeben habe, dass sich der Busfahrer an die gesetzlichen Lenk- und Ruhezeiten gehalten habe.

Identität der beim Unfall verstorbene Frau noch unklar

Bei dem Unglück auf der A9 war am Sonntag eine Frau getötet worden. Ihre Identität konnte bislang noch nicht zweifelsfrei geklärt werden. Alle Insassen, mehr als 70 Personen, wurden verletzt, neun davon schwer, darunter der Busfahrer. Sie wurden der Polizei zufolge auf insgesamt 14 Krankenhäuser verteilt – vor allem in Sachsen-Anhalt und Sachsen.

Der Reisebus war von Berlin auf dem Weg nach München. Er kam bei dem Unfall von der Straße ab und kippte auf die Seite. Die A9 war nach dem Unfall am Sonntag zwölf Stunden lang voll gesperrt.

Quelle: MDR/mh

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 21. Mai 2019 | 11:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 21. Mai 2019, 10:53 Uhr